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	<title>Kommentare zu Netzzensur's Weblog</title>
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	<description>Just another WordPress.com weblog</description>
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		<title>Kommentare von Sebastian zu Kampf der Zensur</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/06/12/kampf-der-zensur/#comment-13</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 08:51:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ein weiteres Beispiel ist der Google-Mirror elgooG.

http://www.heise.de/newsticker/Spiegelfechter-durchbrechen-chinesische-Mauer--/meldung/30566</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein weiteres Beispiel ist der Google-Mirror elgooG.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/Spiegelfechter-durchbrechen-chinesische-Mauer--/meldung/30566" rel="nofollow">http://www.heise.de/newsticker/Spiegelfechter-durchbrechen-chinesische-Mauer&#8211;/meldung/30566</a></p>
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		<title>Kommentare von obre zu Fazit</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/06/29/fazit/#comment-12</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:48:44 +0000</pubDate>
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		<description>In diesem Fazit-Beitrag sticht ein Satz, oder eine offene Frage, besonders heraus.

&quot;Aber wissen wir denn genau, was bei uns zensiert wird?&quot;

Dies ist eine sehr gute Frage. Die Schweiz gilt als demokratisch und weltoffen, aber auch frei von Zensur? Vielleicht haben wir uns angewöhnt, dorthin zu schauen, wo alles viel schlimmer ist - anstatt Fragen zum eigenen System zu stellen.

So gab es ja beispielsweise einen grossen Skandal, als durch illegale Veröffentlichung bekannt wurde, dass die Schweizer Landesregierung zumindest teilweise über amerikanische Gefangenenflüge über unsere Landesgrenzen hinweg informiert war. Die Presse wurde aus offiziellen Quellen nie darüber benachrichtigt. Wer kontrolliert eigentlich die Institutionen, die den Informationsfluss bei uns steuern?

Das sich China weiter öffnet, ist zu hoffen, aber die chinesische Bevölkerung müsste auch für diesen Wandel bereit sein. Die gesamte Informationskultur in diesem Land hat sich über die Jahrtausende ganz anders entwickelt als bei uns - und wenn die Befreiung in den Köpfen nicht anfängt, wird auch der wirtschaftliche Aufschwung nicht viel an der gegenwärtigen Situation ändern können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Fazit-Beitrag sticht ein Satz, oder eine offene Frage, besonders heraus.</p>
<p>&#8222;Aber wissen wir denn genau, was bei uns zensiert wird?&#8220;</p>
<p>Dies ist eine sehr gute Frage. Die Schweiz gilt als demokratisch und weltoffen, aber auch frei von Zensur? Vielleicht haben wir uns angewöhnt, dorthin zu schauen, wo alles viel schlimmer ist &#8211; anstatt Fragen zum eigenen System zu stellen.</p>
<p>So gab es ja beispielsweise einen grossen Skandal, als durch illegale Veröffentlichung bekannt wurde, dass die Schweizer Landesregierung zumindest teilweise über amerikanische Gefangenenflüge über unsere Landesgrenzen hinweg informiert war. Die Presse wurde aus offiziellen Quellen nie darüber benachrichtigt. Wer kontrolliert eigentlich die Institutionen, die den Informationsfluss bei uns steuern?</p>
<p>Das sich China weiter öffnet, ist zu hoffen, aber die chinesische Bevölkerung müsste auch für diesen Wandel bereit sein. Die gesamte Informationskultur in diesem Land hat sich über die Jahrtausende ganz anders entwickelt als bei uns &#8211; und wenn die Befreiung in den Köpfen nicht anfängt, wird auch der wirtschaftliche Aufschwung nicht viel an der gegenwärtigen Situation ändern können.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Zensur in China und Schmutzputz in Frankreich</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/06/16/zensur-in-china-und-schmutzputz-in-frankreich/#comment-11</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:35:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ich würde diese nicht-chinesische Websäuberungsaktion auch eher als vorsichtig positiv einstufen. Offenbar geht es hier ja nicht darum, der französischen Bevölkerung gezielt staatskritische oder politische Informationen vorzuenthalten - dies wäre in Frankreich auch nicht möglich, da das französische Volk weit weniger genügsam mit umfassender Zensur umgehen würde als das chinesische.

Bedenklich finde ich allerdings, dass diese &#039;schwarze Liste&#039; auf Meldungen von französischen Web-Usern beruhen soll. Jeder Mensch hat persönliche Definitionen für die Grenzen von Grauzonen, und ohne einheitliche, strikte Regeln kann da schnell Verwirrung herrschen. Es gab ja auch schon z.B. einen Fall in der Schweiz, wo eine Informationsseite zu Homosexualität als Pornografie eingestuft und von Schulen blockiert wurde. Und wie soll Rassismus eingestuft werden? Soll Satire, wie im Fall der dänischen Mohammed-Karikaturen, als rassistisch bewertet werden?

Ein guter Grundgedanke, wie gut die Umsetzung funktioniert, muss sich aber erst noch zeigen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde diese nicht-chinesische Websäuberungsaktion auch eher als vorsichtig positiv einstufen. Offenbar geht es hier ja nicht darum, der französischen Bevölkerung gezielt staatskritische oder politische Informationen vorzuenthalten &#8211; dies wäre in Frankreich auch nicht möglich, da das französische Volk weit weniger genügsam mit umfassender Zensur umgehen würde als das chinesische.</p>
<p>Bedenklich finde ich allerdings, dass diese &#8217;schwarze Liste&#8217; auf Meldungen von französischen Web-Usern beruhen soll. Jeder Mensch hat persönliche Definitionen für die Grenzen von Grauzonen, und ohne einheitliche, strikte Regeln kann da schnell Verwirrung herrschen. Es gab ja auch schon z.B. einen Fall in der Schweiz, wo eine Informationsseite zu Homosexualität als Pornografie eingestuft und von Schulen blockiert wurde. Und wie soll Rassismus eingestuft werden? Soll Satire, wie im Fall der dänischen Mohammed-Karikaturen, als rassistisch bewertet werden?</p>
<p>Ein guter Grundgedanke, wie gut die Umsetzung funktioniert, muss sich aber erst noch zeigen.</p>
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	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Kampf der Zensur</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/06/12/kampf-der-zensur/#comment-10</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 13:25:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=10#comment-10</guid>
		<description>Eine wirklich geniale Idee, Webseiten einfach in Bilddateien umzuwandeln! Leider wird es wohl tatsächlich so sein, dass die chinesische Regierung Massnahmen gegen den Picidae-Server unternehmen wird, sobald eine wirklich signifikante Anzahl von Chinesen davon wissen und diesen nutzen. Meldungen an die chinesische Zensurbehörde werden ja von der Regierung belohnt, daher wird diese sicher früher oder später davon wissen, falls dies nicht schon der Fall ist. Vielleicht wird der Einfluss von Picidae momentan noch als zu unbedeutend eingestuft, um konkrete Massnahmen zu rechtfertigen. Vielleicht zu Recht - die Mehrheit der Chinesen wird ja nach wie vor sehr schlecht über internationale oder inoffizielle Entwicklungen informiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wirklich geniale Idee, Webseiten einfach in Bilddateien umzuwandeln! Leider wird es wohl tatsächlich so sein, dass die chinesische Regierung Massnahmen gegen den Picidae-Server unternehmen wird, sobald eine wirklich signifikante Anzahl von Chinesen davon wissen und diesen nutzen. Meldungen an die chinesische Zensurbehörde werden ja von der Regierung belohnt, daher wird diese sicher früher oder später davon wissen, falls dies nicht schon der Fall ist. Vielleicht wird der Einfluss von Picidae momentan noch als zu unbedeutend eingestuft, um konkrete Massnahmen zu rechtfertigen. Vielleicht zu Recht &#8211; die Mehrheit der Chinesen wird ja nach wie vor sehr schlecht über internationale oder inoffizielle Entwicklungen informiert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Interview mit einer jungen Chinesin, Teil 2</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/05/22/interview-mit-einer-jungen-chinesin-teil-2/#comment-9</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 09:00:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=9#comment-9</guid>
		<description>Es wäre noch interessant gewesen zu wissen, ob die Chinesin bei Gesprächen mit ihrer Mutter frei sprechen kann oder ob in diesem Fall auch vermutet wird, dass das Gespräch (gerade, wenn eine Verbindung mit dem Ausland herrscht) überwacht werden könnte. Ich habe von Auslandchinesen gehört, die sich kaum noch trauen, mit Bekannten in China zu sprechen - aus Angst, diese könnten verhaftet werden.

Auch ein Beispiel für eine konkrete kleine Zensurlockerung gerade wegen der olympischen Spiele wäre interessant gewesen. Wie könnte ein grosses Sportereignis eine auch nur kleine Veränderung bewirken? Berichterstattung über Sport gehört ja nicht zu den zensurierten Inhalten. Vielleicht werden Athleten und Journalisten &#039;freie&#039; Internetzugänge erhalten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Olympiade für den Durchschnittschinesen etwas ändert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre noch interessant gewesen zu wissen, ob die Chinesin bei Gesprächen mit ihrer Mutter frei sprechen kann oder ob in diesem Fall auch vermutet wird, dass das Gespräch (gerade, wenn eine Verbindung mit dem Ausland herrscht) überwacht werden könnte. Ich habe von Auslandchinesen gehört, die sich kaum noch trauen, mit Bekannten in China zu sprechen &#8211; aus Angst, diese könnten verhaftet werden.</p>
<p>Auch ein Beispiel für eine konkrete kleine Zensurlockerung gerade wegen der olympischen Spiele wäre interessant gewesen. Wie könnte ein grosses Sportereignis eine auch nur kleine Veränderung bewirken? Berichterstattung über Sport gehört ja nicht zu den zensurierten Inhalten. Vielleicht werden Athleten und Journalisten &#8216;freie&#8217; Internetzugänge erhalten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Olympiade für den Durchschnittschinesen etwas ändert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Interview mit einer jungen Chinesin, Teil 1</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/05/19/interview-mit-einer-jungen-chinesin-teil-1/#comment-8</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 08:49:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=8#comment-8</guid>
		<description>Am erstaunlichsten wirkt der Schluss dieses ersten Interviewteils: die Aussage der jungen Chinesin, dass nichts passiert, wenn man verbotene Seiten doch anschaut. Könnte es sein, dass die chinesische Cyberpolizei so sehr mit &#039;härteren&#039; Fällen beschäftigt ist (z.B. Fälle, in denen aktiv das Zensurierungssystem getäuscht wird), dass das Aufrufen einer verbotenen Seite keine Konsequenzen hat? Vermutlich tun dies etliche Chinesen, vielleicht nicht einmal mit Absicht, wenn eine Seite (noch) nicht gesperrt wurde und sie eher zufällig bei der entsprechenden Adresse landen. Gerade bei installierter Videoüberwachung in Internetcafes müsste dieser Zugriff eigentlich aufgezeichnet werden.

Es erstaunt auch, dass die junge Chinesin den Begriff &#039;The great firewall&#039; noch nie gehört hat. Sie informiert sich ja in ihrer zensurfreien Umgebung gezielt. Ich könnte mir vorstellen, dass andere Menschen im Gespräch generell eher zurückhaltend ihr gegenüber sind, wenn es um China geht, da man nicht beleidigend wirken möchte und vielleicht auch nicht sicher ist, wie denn ihre Einstellung zum Staat aussieht. Schliesslich sind sehr viele Chinesen stolz auf ihr Land und finden auch an der Zensur und Kontrolle nichts grundsätzlich schlechtes. Diese Zurückhaltung ist vielleicht auch eine Art von Selbstzensur.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Am erstaunlichsten wirkt der Schluss dieses ersten Interviewteils: die Aussage der jungen Chinesin, dass nichts passiert, wenn man verbotene Seiten doch anschaut. Könnte es sein, dass die chinesische Cyberpolizei so sehr mit &#8216;härteren&#8217; Fällen beschäftigt ist (z.B. Fälle, in denen aktiv das Zensurierungssystem getäuscht wird), dass das Aufrufen einer verbotenen Seite keine Konsequenzen hat? Vermutlich tun dies etliche Chinesen, vielleicht nicht einmal mit Absicht, wenn eine Seite (noch) nicht gesperrt wurde und sie eher zufällig bei der entsprechenden Adresse landen. Gerade bei installierter Videoüberwachung in Internetcafes müsste dieser Zugriff eigentlich aufgezeichnet werden.</p>
<p>Es erstaunt auch, dass die junge Chinesin den Begriff &#8216;The great firewall&#8217; noch nie gehört hat. Sie informiert sich ja in ihrer zensurfreien Umgebung gezielt. Ich könnte mir vorstellen, dass andere Menschen im Gespräch generell eher zurückhaltend ihr gegenüber sind, wenn es um China geht, da man nicht beleidigend wirken möchte und vielleicht auch nicht sicher ist, wie denn ihre Einstellung zum Staat aussieht. Schliesslich sind sehr viele Chinesen stolz auf ihr Land und finden auch an der Zensur und Kontrolle nichts grundsätzlich schlechtes. Diese Zurückhaltung ist vielleicht auch eine Art von Selbstzensur.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Chinas Zensur im Internet</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/05/12/chinas-zensur-im-internet/#comment-7</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 08:32:57 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist interessant, dass die Zahl der Cyberpolizisten im Dienst des chinesischen Staates so genau bekannt ist. Woher stammen diese Zahlen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass China diese preisgegeben hat sie ist vermutlich auch eher schwierig ohne Chinas Hilfe festzustellen. Wenn diese 30&#039;000 - 50&#039;000 auf chinesischen Angaben beruhen, kann man wohl annehmen, dass es vielleicht eine Dunkelziffer gibt, die noch höher ist. Immerhin steigt die Anzahl der Internetzugänge in China rasant, und bei dieser enormen täglichen Informationsflut scheint es kaum möglich, dass auch die genannte Zahl Cyberpolizisten wirklich einen Überblick behalten kann. Vor allem wenn, wie bei Deiner Präsentation gezeigt, verbotene Wörter leicht verändert werden, um Filtersysteme zu umgehen.

China verwendet ja als &#039;Begründung&#039; den Willen, die Bevölkerung vor Pornographie und Glücksspiel schützen zu wollen. An sich ist dieser Gedanke ja gar nicht so schlecht, aber gab es je eine staatliche Begründung dafür, warum z.B. Religionen unterdrückt werden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Falun Gong-Anhänger die Stabilität des Staates gefährden würden. Vielleicht geht es darum, dass die Partei sich schon fast mit einer religiösen Kraft gleichsetzt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist interessant, dass die Zahl der Cyberpolizisten im Dienst des chinesischen Staates so genau bekannt ist. Woher stammen diese Zahlen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass China diese preisgegeben hat sie ist vermutlich auch eher schwierig ohne Chinas Hilfe festzustellen. Wenn diese 30&#8242;000 &#8211; 50&#8242;000 auf chinesischen Angaben beruhen, kann man wohl annehmen, dass es vielleicht eine Dunkelziffer gibt, die noch höher ist. Immerhin steigt die Anzahl der Internetzugänge in China rasant, und bei dieser enormen täglichen Informationsflut scheint es kaum möglich, dass auch die genannte Zahl Cyberpolizisten wirklich einen Überblick behalten kann. Vor allem wenn, wie bei Deiner Präsentation gezeigt, verbotene Wörter leicht verändert werden, um Filtersysteme zu umgehen.</p>
<p>China verwendet ja als &#8216;Begründung&#8217; den Willen, die Bevölkerung vor Pornographie und Glücksspiel schützen zu wollen. An sich ist dieser Gedanke ja gar nicht so schlecht, aber gab es je eine staatliche Begründung dafür, warum z.B. Religionen unterdrückt werden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Falun Gong-Anhänger die Stabilität des Staates gefährden würden. Vielleicht geht es darum, dass die Partei sich schon fast mit einer religiösen Kraft gleichsetzt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu &#8222;Information im Dienst von Staat und Stabilität&#8220;</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/04/14/information-im-dienst-von-staat-und-stabilitat/#comment-6</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 17:15:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=6#comment-6</guid>
		<description>Du hast für diesen Eintrag einen sehr interessanten NZZ-Artikel ausgewählt, uns Lesern aber leider den link dazu nicht zur Verfügung gestellt. Bei der Suche danach habe ich überrascht festgestellt, wie oft NZZ alleine in den letzten Wochen über China in verschiedenen Zusammenhängen berichtet hat.

Link zum Artikel: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/information_im_dienst_von_staat_und_stabilitaet_1.707301.html

Ich stimme mit Deiner kritischen Analyse generell überein, allerdings blieb die Frage offen, warum dieses kritikfreie Pressesystem in China besteht und warum die Chinesen das einfach so hinnehmen, sogar als normal betrachten. Der betrachtete NZZ-Artikel liefert die Antwort dazu: 

&quot;...China in seiner Geschichte keine eigentliche Periode der Aufklärung durchlebt hat, sondern immer von der Herrschaft eines einheitlichen Machtapparats geprägt war. Ob Kaiser oder Kommunistische Partei, Information sei jahrhundertelang Propaganda gewesen, die dazu gedient habe, Kampagnen zu starten. Medien, welcher Art auch immer, seien im Verständnis der chinesischen Elite Instrumente der Macht, welche Macht erhalten und Stabilität sichern müssten und dem Land helfen sollten, sich zu entwickeln.&quot;

Auch im Artikel werden keine Beispiele dafür geliefert, wie und wo konkret die Pressefreiheit in China in letzter Zeit zugenommen hat. Da könnte noch in anderen Quellen weiter recherchiert werden, um dieser Frage nachzugehen. Ich wage zu bezweifeln, dass die Olympia-Proteste wirklich nur positive Auswirkungen haben. So wurde unter anderem im Tagesanzeiger berichtet, dass gerade die Chinesische Jugend auf Proteste aus dem Ausland vermehrt mit nationalistischen Tendenzen reagiert: http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/861528.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast für diesen Eintrag einen sehr interessanten NZZ-Artikel ausgewählt, uns Lesern aber leider den link dazu nicht zur Verfügung gestellt. Bei der Suche danach habe ich überrascht festgestellt, wie oft NZZ alleine in den letzten Wochen über China in verschiedenen Zusammenhängen berichtet hat.</p>
<p>Link zum Artikel: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/information_im_dienst_von_staat_und_stabilitaet_1.707301.html" rel="nofollow">http://www.nzz.ch/nachrichten/international/information_im_dienst_von_staat_und_stabilitaet_1.707301.html</a></p>
<p>Ich stimme mit Deiner kritischen Analyse generell überein, allerdings blieb die Frage offen, warum dieses kritikfreie Pressesystem in China besteht und warum die Chinesen das einfach so hinnehmen, sogar als normal betrachten. Der betrachtete NZZ-Artikel liefert die Antwort dazu: </p>
<p>&#8222;&#8230;China in seiner Geschichte keine eigentliche Periode der Aufklärung durchlebt hat, sondern immer von der Herrschaft eines einheitlichen Machtapparats geprägt war. Ob Kaiser oder Kommunistische Partei, Information sei jahrhundertelang Propaganda gewesen, die dazu gedient habe, Kampagnen zu starten. Medien, welcher Art auch immer, seien im Verständnis der chinesischen Elite Instrumente der Macht, welche Macht erhalten und Stabilität sichern müssten und dem Land helfen sollten, sich zu entwickeln.&#8220;</p>
<p>Auch im Artikel werden keine Beispiele dafür geliefert, wie und wo konkret die Pressefreiheit in China in letzter Zeit zugenommen hat. Da könnte noch in anderen Quellen weiter recherchiert werden, um dieser Frage nachzugehen. Ich wage zu bezweifeln, dass die Olympia-Proteste wirklich nur positive Auswirkungen haben. So wurde unter anderem im Tagesanzeiger berichtet, dass gerade die Chinesische Jugend auf Proteste aus dem Ausland vermehrt mit nationalistischen Tendenzen reagiert: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/861528.html" rel="nofollow">http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/861528.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Zensur im Allgemeinen</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/03/09/zensur-im-allgemeinen/#comment-5</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 18:34:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=3#comment-5</guid>
		<description>Du hast hier den Begriff der Zensur sehr ausführlich definiert und von verschiedenen Blickpunkten betrachtet, was sicherlich einen sehr guten Ansatz für einen reflektierten Einstieg ins Thema eröffnet. Trotzdem bleibst Du beim Bezug zu China und schweifst nicht zu sehr ab. Vielleicht hätte man noch kurz darauf eingehen können, wie China konkret auf Versuche, die Zensur zu durchbrechen, reagiert bzw. was mit Chinesen geschieht, die sich nicht an die informationspolitischen Regeln halten. Das hätte aber vermutlich den Rahmen eines einzelnen Eintrags gesprengt. Vielleicht eine Idee für einen anderen, späteren Beitrag? Ich freue mich schon darauf, mehr zu lesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast hier den Begriff der Zensur sehr ausführlich definiert und von verschiedenen Blickpunkten betrachtet, was sicherlich einen sehr guten Ansatz für einen reflektierten Einstieg ins Thema eröffnet. Trotzdem bleibst Du beim Bezug zu China und schweifst nicht zu sehr ab. Vielleicht hätte man noch kurz darauf eingehen können, wie China konkret auf Versuche, die Zensur zu durchbrechen, reagiert bzw. was mit Chinesen geschieht, die sich nicht an die informationspolitischen Regeln halten. Das hätte aber vermutlich den Rahmen eines einzelnen Eintrags gesprengt. Vielleicht eine Idee für einen anderen, späteren Beitrag? Ich freue mich schon darauf, mehr zu lesen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentare von obre zu Zensierte Hoffnung</title>
		<link>http://netzzensur.wordpress.com/2008/03/22/zensierte-hoffnung/#comment-4</link>
		<dc:creator>obre</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 18:26:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzzensur.wordpress.com/?p=4#comment-4</guid>
		<description>Ja, die fast tägliche Berichterstattung über Ausschreitungen und Unruhen im Zusammenhang mit den olympischen Spielen wirft die Tibet-Frage wieder auf, was sicherlich im Interesse der Demonstranten ist. Chinas Reaktion auf die Unruhen zeigt auch wieder, wie Zensur und Propaganda zur Krisenbewältigung eingesetzt werden. Wie Du geschildert hast, werden die Demonstranten als &#039;böse&#039; Seperatisten dargestellt, und Berichterstattung durch ausländische Medien wird erschwert, wenn nicht sogar zeitweise ganz verunmöglicht. Es scheint, dass gerade Blogger unter diesen schwierigen Umständen eine grössere Rolle in der Berichterstattung einnehmen, wie z.B. in diesem Artikel beschrieben:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3198777,00.html

Dies ist natürlich nur so lange möglich, wie China überhaupt noch Internetverbindungen aus Tibet zulässt. Gerade Internet-Cafes könnten mit relativ wenig Aufwand zur Schliessung gezwungen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, die fast tägliche Berichterstattung über Ausschreitungen und Unruhen im Zusammenhang mit den olympischen Spielen wirft die Tibet-Frage wieder auf, was sicherlich im Interesse der Demonstranten ist. Chinas Reaktion auf die Unruhen zeigt auch wieder, wie Zensur und Propaganda zur Krisenbewältigung eingesetzt werden. Wie Du geschildert hast, werden die Demonstranten als &#8216;böse&#8217; Seperatisten dargestellt, und Berichterstattung durch ausländische Medien wird erschwert, wenn nicht sogar zeitweise ganz verunmöglicht. Es scheint, dass gerade Blogger unter diesen schwierigen Umständen eine grössere Rolle in der Berichterstattung einnehmen, wie z.B. in diesem Artikel beschrieben:</p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3198777,00.html" rel="nofollow">http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3198777,00.html</a></p>
<p>Dies ist natürlich nur so lange möglich, wie China überhaupt noch Internetverbindungen aus Tibet zulässt. Gerade Internet-Cafes könnten mit relativ wenig Aufwand zur Schliessung gezwungen werden.</p>
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